Das Theater Basel blickt auf eine sehr erfolgreiche Spielzeit 2025/26 und zieht zum Spielzeitende ein positives Resümee. Mit 25 Premieren, neun Wiederaufnahmen und zahlreichen weiteren Formaten in insgesamt 511 Vorstellungen zeigt sich das grösste Dreispartenhaus der Schweiz als künstlerisch vielseitig, gesellschaftlich relevant und publikumsstark.
Deutliches Besucherwachstum
Mit rund 174’000 Besucher:innen verzeichnet das Theater Basel gegenüber der Vor-saison einen Zuwachs von 15’000 zusätzlichen Besuchenden. Diese Entwicklung unterstreicht die hohe Attraktivität des Dreispartenhauses für ein breites Publikum aus Basel-Stadt und der Region. Massgeblich zum Erfolg hat das neu formierte Bal-lett Basel beigetragen: Rund 31’000 Besucher:innen in der ersten Saison markieren einen aussergewöhnlich starken Start, wie er für einen Direktionswechsel selten ist.
«Dieses deutliche Wachstum zeigt, wie sehr unser künstlerischer Ansatz in der Stadt und der Region verankert ist. Unser Credo ist es, das Theater Basel als offenen Ort für möglichst viele Menschen zu gestalten. Gerade in herausfordernden Themen liegt eine besondere Kraft: Theater kann verbinden, entlasten und nicht zuletzt ein Ort gelebter Demokratie sein», ergänzt Intendant Benedikt von Peter.
Foyer Public als Leuchtturmprojekt mit wachsender Resonanz
Die am 5. und 6. Mai erstmals durchgeführte internationale Konferenz ‹Dritte Orte› mit über 340 Teilnehmenden aus ganz Europa unterstreicht die wachsende internationale Strahlkraft des Foyer Public. Mit über 63’000 Gästen in der Spielzeit bestä-tigt es seine herausragende Rolle als ‹Dritter Ort› im Kulturbereich: ein zentraler Treffpunkt für Austausch, Begegnung und kulturelle Teilhabe.
Starke künstlerische und gesellschaftliche Impulse im Programm
Die Opernsparte spannte in dieser Spielzeit einen Bogen vom Barock bis in die Ge-genwart: Neben Verdis ‹Macbeth› und Rossinis ‹La Cenerentola› standen mit der Musical-Uraufführung ‹Grand Finale› sowie mit der Zarzuela ‹El barberillo de Lava-piés› und dem Opern-Pasticcio ‹Don Quijote› Entdeckungen und Neukreationen im Fokus. Zum 100. Geburtstag von György Kurtág zeigte das Theater Basel zudem die international beachtete Schweizer Erstaufführung von ‹Fin de partie›.
Schauspiel – Einladung zum Berliner Theatertreffen
Das Schauspiel zeigte, wie kraftvoll sich Klassiker, neue Texte und Stückentwicklun-gen gegenseitig befragen können. Uraufführungen wie ‹Die weisse Madonna von Einsiedeln› der Spoken-Word-Künstler:innen Fatima Moumouni und Laurin Buser,
‹Sirenen› von Manuela Infante sowie Lola Arias ‹Die Schändung der Lucretia: Ein Casting› verhandelten in unterschiedlichen Regiehandschriften brisante Themen wie sexualisierte Gewalt, Rechtsruck und Globalisierung. Christoph Marthaler reali-sierte mit ‹Gesellschaft mit besonderer Hingabe – GmbH› erstmals eine Koproduktion mit dem Theater Hora und vereinte Spieler:innen beider Ensembles.
Ein besonderer Erfolg ist die Einladung von ‹Die Glasmenagerie› (Regie: Jaz Woodcock-Stewart) zum Berliner Theatertreffen 2026. Zudem feierte die Schau-spielsparte im März ihr fünfjähriges Bestehen – ‹Zweitausend Tage Basler Compagnie› – und gilt mit ihrem ‹Basler Modell› als wegweisend für gemeinschaftliche Theaterarbeit.
Ballett – Neue Ballettdirektion ist angekommen
Mit Marco Goecke, Nadja Kadel und Ludovico Pace trat eine neue Ballettdirektion an, die der Sparte eine klare künstlerische Handschrift verleiht. Goecke prägte die erste Spielzeit mit eigenen Choreographien wie ‹Der Liebhaber›, ‹Der Nussknacker› und dem Abend ‹Dark Matter›, ergänzt durch den Dreiteiler ‹Van Manen/Kylián/ Goecke›. Mit ‹New Works: Hakobyan/Jung› setzten zudem die Choreographinnen Lilit Hakobyan und Anne Jung neue Impulse.
Ausblick auf die kommende Spielzeit
Die neue Spielzeit beginnt am 22. August und umfasst insgesamt 30 Premieren, da-runter zwölf Uraufführungen. Den Auftakt bildet das interaktive Projekt ‹Demokra-tie› (22.–30. August) im Theater Public, das sich gezielt an ein junges Publikum richtet und gesellschaftliche Prozesse kritisch beleuchtet. Zur Saisoneröffnung ist das Theater Basel ab dem 25. August zudem Teil des Theaterfestival Basel. Im Schau-spiel setzt Anna Bergmanns Inszenierung von Henrik Ibsens ‹Gespenster› (Premi-ere: 10. September) auf eine zeitgenössische Lesart eines Klassikers, während im Ballett der Doppelabend ‹Eyal/Goecke› (Premiere: 11. September) die Saison eröff-net. Ein weiterer Höhepunkt folgt am 3. Oktober mit Arnold Schönbergs monumentaler Oper ‹Moses und Aron›, einer grenzüberschreitenden Koproduktion mit dem Theater Freiburg.
Der Vorverkauf ist bereits gestartet und läuft über den Sommer weiter. Während der Sommerpause ist die Billettkasse telefonisch und per E-Mail (+41 (0)61 295 11 33, billettkasse@theater-basel.ch) wie folgt erreichbar: Vom 22. bis 26. Juni sowie vom 4. bis 17. August jeweils täglich von 11:00 bis 16:00 Uhr; vom 27. Juni bis 3. August ist die Billettkasse geschlossen.
Die Spielzeit 2026/27: www.theater-basel.ch/spielzeit2627

