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Caroline Guiela Nguyen, Les Hommes approximatifs
06. Dezember 2017 | 07 Dezember 2017 | Reims | Comédie de Reims

Möchten Sie noch ein Stück Geschichte?

In die Geschichte eines Landes einzutauchen, heißt auch sich mit den Geschichten zahlreicher Menschen auseinanderzusetzen. All jenen, die sie vorantrieben oder von ihr umgeworfen worden. Caroline Guiela Nguyen schlägt die Historie Vietnams in einem Restaurant auf und liefert ein umwerfendes Theaterstück der Menschlichkeit. 

 

Ich lebe in Frankreich. Meine Muttersprache benutze ich unregelmäßig, daher bringen mich manche Wörter, die lange nicht mehr in meinen Ohren geklungen haben, zum Lachen. Oft stelle ich fest, in Momenten der Wut oder enthusiastischer Begeisterung, dass es mir an Worten in der Fremdsprache fehlt, das ich nicht genau das sagen kann, was ich eigentlich möchte oder nicht ganz genau den Kern treffe. Doch diese Situation habe ich so gewählt. 

Ganz anders verläuft es in diesem Theaterstück. Auf der Bühne erblicken wir ein vietnamesisches Restaurant. Menschen wirbeln umher, eine Karaokemaschine übertrumpft jeden bitteren Gedanken. Wir schwanken zeitlich gesehen zwischen zwei einschneidenden historischen Zeitpunkten: 1956, dem Jahr, in dem viele Franzosen Vietnam verlassen mussten und 1996, als ausgewanderte Vietnamesen wieder ins Land gelassen worden. In dem Restaurant sitzen ihre Lebenserfahrungen und die Spuren, welche die Geschichte in ihrem Gesicht hinterlassen hat, nebeneinander, rücken Stühle zurecht... Und auch wir nehmen Platz. Sehen ihnen zu. Wie sie so manche Entscheidung gerne in klare Brühe eintauchen würden, wie Ihnen der Verlust der Heimat die Kehle zuschnürt, wie das Bedauern zum Schluckauf wird und wie sie versuchen, trotz allem mit Lebensfreude darüber zu stehen. 

11 Schauspieler, Vietnamesen und Franzosen, kommen auf der Bühne zusammen und liefern ein Theaterstück, welches beim diesjährigen Festival d’Avignon für ein volles Haus (jeden Abend!) gesorgt hat. Carline Guiela Nguyen, deren Mutter selbst Vietnamesin ist, zeigt uns hier, was hinter den Fassaden und in der Geschichte steckt. Wie mit ihren Ästen und Verwucherungen umgehen, wenn man unumstößlich ein Teil davon ist? Großartig, einfühlsam, die Wahrheit. (J. L.)  

 

Text und Inszenierung, Caroline Guiela Nguyen

In Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Les Hommes Approximatifs

 

Mit

Caroline Arrouas, Dan Artus, Adeline Guillot, Thi Truc Ly Huynh, Hoang Son Le, Phu Hau Nguyen, My Chau Nguyen Thi, Pierric Plathier, Thi Tanh Thu To, Anh Tran Nghia, Hiep Tran Nghia

 

Foto: Jean-Louis Fernandez

Schlagwörter : Theater
Weitere Informationen
Bonus

Caroline Guiela Nguyen spricht über das Theaterstück (FR)

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