Praktisches

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Samudaripen

Cie Mémoires Vives
13 bis 16 Oktober 2015 | 6 Auff. | Strasbourg | Hall des Chars

Verbrechen gegen Fremde

Mit Hip-Hop-Tanz, Slam-Rap und Gypsy-Jazz huldigt die Compagnie Mémoires Vives den im Dritten Reich verfolgten Roma und führt ihre Reflexion über das Zusammenleben fort. 

Ähnlich wie in ihrem Stück Quand nos luttes auront des elles, das sich mit dem emanzipatorischen Kampf der Frauen beschäftigte, aber auch wie im Stück Opération Salam Shalom Elsass, das sich mit der elsässischen Identität auseinandersetzte, verfolgt die Compagnie Mémoires Vives auch diesmal das Ziel, durch ihre Arbeit das Schicksal der Vergessenen der Geschichte zu rehabilitieren. Samudaripen – „Völkermord“ in der Sprache der Roma – lässt uns in das Martyrium der Roma eintauchen, die unter dem Vichy-Regime von 1938 bis 1945 interniert und später in den Konzentrationslagern der Nazis zu Tausenden vernichtet wurden: ein ganzer Teil des Holocausts, der totgeschwiegen wurde und dessen Wunden sich auch heute nur schwer schließen. Yan Gilg, der politisch engagierte Gründer der Truppe und Leiter dieses Projekts mit pädagogischer Ausrichtung hat die choreografische Leitung Mickaël Stoll anvertraut, dem Experten für Hip Hop Tanz im Elsass. Vier Tänzer, drei Musiker und ein Slammer führen uns die unsägliche Grausamkeit der Lager vor Augen, ihre Brutalität und Entmenschlichung und vor allem ihr Wiederaufleben in unserer heutigen Zeit, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, in der die Verfolgung von Nomadenvölkern eine wiederkehrende Problematik ist. Flüchtig blitzt der Widerstand in den Gypsy-Melodien auf, die das Schicksal dieser verlorenen Seelen begleiten. Im Rahmen der von der Stadt Straßburg organisierten „Woche der Gleichberechtigung und des Kampfes gegen Diskriminierung“ kommt Samudaripen ein besonderer Stellenwert zu, das seine Fortsetzung in Gesprächen, Ausstellungen, Workshops und Dokumentarfilm-Vorführungen findet. (C.T.)

Foto: Michel Gabriel Duffour

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