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Aufführung in flämischer Sprache mit französischen und deutschen Übertiteln

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M. de Ghelderode / J. de Pauw
28 November 2014 | 29 November 2014 | Strasbourg | Le Maillon

Übertritte

Der Schauspieler und Regisseur Josse de Pauw stellt zwei Texte des flämischen Autors Michel de Ghelderode gegenüber und lässt uns eine groteske Welt betreten, in der der Tod umgeht. 

Nur wenige kennen hierzulande Michel de Ghelderode (1898-1962). Der auf Französische schreibende flämische Autor hat in 15 Jahren über 60 Stücke zu Papier gebracht, in denen er eine makabre und groteske Welt entstehen lässt, inspiriert von Bosch, Breughel, Permeke und seinem Freund Ensor und besiedelt von herrlich überzeichneten Figuren. Sein schriftliches Werk ist eng mit der flämischen Kultur verbunden, die Josse De Pauw schon lange in sich trägt. Als Liebhaber besonderer Sprachen bringt er hier zwei Stücke zusammen. Cavalier bizarre spielt in einem Pflegeheim, in dem die Greise, allesamt Männer, vor Angst zusammenzucken, als sich der Tod nähert. Als sie erfahren, dass dieser in Wirklichkeit gekommen ist, um das Kind der Nachbarn hinwegzuraffen, feiern sie ausgelassen und erleichtert den Aufschub, der ihnen noch einmal gewährt wurde. „Das ist typisch Ghelderode“, äußert Josse de Pauw dazu, „sein Glauben an die Menschheit war nicht besonders groß.
In Les Femmes au tombeau, einem weiteren Kammerspiel, suchen Jesus' Gefährten Schutz vor dem Chaos, das sich nach der Kreuzigung der Stadt bemächtigt hat. Trotz ihres Kummers geraten sie in Streit über so wesentliche Fragen wie: Wer liebte ihn am meisten? Wen liebt er am meisten? Schließlich erscheint Maria und setzt dem Streit ein Ende. 
Nach An Old Monk beschäftigt sich Josse De Pauw auch in dieser Inszenierung mit der Frage des Älterwerdens, mit viel Ironie und unterlegt mit der Musik von Jan Kuijken, der bereits zu L’Âme des termites (Die Seele der Termiten) die Musik beisteuerte. Eine Farce über das Wegsperren und den Tod. 

Foto © Kurt Van der Elst

Schlagwörter : Josse de Pauw
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