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Martin Zimmermann
07 bis 09 Januar 2016 | 3 Auff. | Basel | Kaserne

Eine Schwindel erregende Instabilität

Gefangen in einem beweglichem Dekor, schafft der Künstler Martin Zimmermann eine Welt, in der die Realität zur Fiktion wird.

Wir haben ihn bereits mit seinem Komplizen Dimitri de Perrot in dem Stück Hans was Heiri gesehen, welches die Absurdität des Lebens, vor einem beweglichen Dekor, hinterfragte. Der Schweizer Zirkuskünstler Martin Zimmermann kommt in die Kaserne Basel mit einem Einzelstück  zurück, das sich in einem genauso instabilen wie burlesken Rahmen abspielt.

Wortlos, aber mit einem beißenden Humor, stellt Zimmermann eine tragikomische Figur dar, die versucht sich aus ihrer unbeständigen Umgebung zu befreien. Mit einer Schwindel erregenden Rapidität fällt er zusammen, fliegt hinweg, krümmt sich, rollt sich in sich zusammen, verschwindet und taucht danach in einem vom Dekor vorgegebenen Rhythmus wieder auf. Die Schwerkraft wird in dem Stück zur Zentrifugalkraft: Das Ziel ist es, ihr zu widerstehe, um mit dem Leben davonzukommen.

Die Beine, die Arme, die Hände, die Gesichtsmuskeln: Jeder Teil seines Körpers ist zu diesem Zweck aktiv und drückt auf diesem Wege die Qualen des unruhigen Lebens einer instabilen Person aus.
Auf der Bühne schafft Zimmermann ein neues Raum-Zeit-Verhältnis, in welchem "die Figur mehr als Worte sagen kann", vertraut er an. Ein a-normales Universum, zwischen Illusion und Mimik. (M.G.)

Foto : Augustin Rebetez

Schlagwörter : Martin Zimmermann - Zirkus
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