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Coup Fatal

KVS & Ballets C de la B
25 September 2015 | 26 September 2015 | Mulhouse | La Filature

Eleganz

Coup Fatal ist ein Gemeinschaftsprojekt, das belgische und kongolesische Künstler unter der Leitung des Choreografen Alain Platel zusammenführt, eine Mischung aus Konzert und Bühnenstück, das dem Tod und der Gewalt spottet.

Barockgesang, die modische Eleganz kongolesischer Dandys und afrikanische Instrumente: Coup Fatal hat etwas von einer unwahrscheinlichen Begegnung. Den Anstoß für das Projekt gab der kongolesische Countertenor Serge Kakudji. Er träumte von einem Bühnenwerk, in dem seine Stimme und sein Barockrepertoire auf seine kulturellen Wurzeln, besonders auf die populäre Musik, treffen. In Kinshasa gab es kein Barockorchester, das ihn hätte begleiten können, dafür aber jede Menge andere Talente. Das Projekt nahm zunächst Gestalt in Form eines Konzerts an, wobei sich die Musiker der technischen Herausforderung stellten, u.a. die Partituren Händels auf ihren afrikanischen Instrumenten zu spielen. Unter Mitwirkung des Jazzkomponisten und Saxofonisten Fabrizio Cassol sowie des Choreografen und Theaterregisseurs Alain Platel, dem Gründer der inzwischen berühmten Tanzcompagnie Ballets C de la B, wurde das Projekt größer und bekam eine richtige Dramaturgie. Den Barockarien, die an die Grausamkeit der Welt erinnern – wie Lascia ch’io pianga mia cruda sorte (Lass mich beweinen mein grausames Schicksal) oder Stille amare, già vi sento (Bittere Tropfen, ich fühle euch schon) – wird die Welt der „Sapeurs“, der kongolesischen Dandys, gegenübergestellt, die aus jedem Auftritt eine Show machen und zu weiten Teilen die kongolesische Kultur bestimmen. Sie haben auch ihren eigenen Glauben, die Kitendi-Religion, die auf der Achtung vor sich selbst und dem eigenen Körper sowie auf dem Wert des anderen beruht. Coup Fatal, das Ergebnis von vier Jahren Arbeit, ist ein hybrides Stück, grausam und fröhlich, das dem Wunsch von Serge Kakudji nachkommt, den kulturellen Reichtum des Kongo vorzuführen. Ein Stück voller Eleganz und Humor – trotz allem. (S.D.)

Schlagwörter : Alain Platel
Bonus

Reportage über das Stück

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