Les couleurs du feu

Orchestre philharmonique de Strasbourg
27 Oktober 2016 | 28 Oktober 2016 | Strasbourg | Palais de la Musique et des Congrès

Klassisches Feuerwerk

Ein fantastisches Programm bei den Straßburger Philharmonikern: Drei ausgewählte Stücke bekannter Komponisten, das jedes für sich eine eigene Wirkung innehält. 

Das Orchestre Philharmonique de Strasbourg lädt mit der Unterstützung der Geigerin Alina Ibragimova zu einem Feuerwerk der Musik mit drei ausgewählten Werken ein. Jedes einzelne der drei Stücke erweckt starke Emotionen, vom Aufbegehren gegen sowjetische Anti-Demokratie über brennende Tragik bis hin zu flammender Liebe.

Dmitri Schostakowitsch, Concerto für Klavier und Orchester Nr. 1 in a-Moll, op. 77
Durch das ganze Stück zieht sich ein Motiv, dass einen klaren Bezug zum Komponisten selbst herstellt: die Noten D-Es-C-H. Nach dem Vorbild Bachs chiffriert Schostakowitsch die Initialen seines Namens in deutscher Schreibweise (D.Sch.) zu einer musikalischen Tonfolge, die er dann in seinen Werken verarbeitet. Schostakowitsch missfiel jedoch dem Regime der Sowjetunion wegen seiner Unkonventionalität, weswegen das Stück erst sieben Jahre nach seiner Vollendung uraufgeführt werden konnte.

Wolfgang Amadeus Mozart, Symphonie Nr. 25 in g-Moll (KV 183)
Mozart war zum Zeitpunkt der Komposition gerade mal 17 Jahre alt, dennoch drückt er darin trotz seiner Unerfahrenheit und Jugend außergewöhnlich eindrucksvoll Leidenschaft, Schmerz und Leid aus, was in erster Linie in der Verwendung der Moll-Tonart und weiterer ungewöhnlicher musikalischer Mittel deutlich wird.

Igor Strawinsky, L’Oiseau du feu, Suite von 1919
Die Handlung dieses ursprünglich als Ballett komponierten Werkes beruht auf einem russischen Volksmärchen rund um den jungen Prinzen Iwan, der sich in eine Prinzessin verliebt und sie mithilfe eines Feuervogels aus der Gefangenschaft eines bösen Zauberers befreit. Das Ballett wurde mehrmals für eine konzertante Aufführung des Orchesters zu einer Suite umgearbeitet, an diesem Abend bekommen wir die Version von 1919 zu hören. (R.S.)

Foto © Philippe Stirnweiss

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