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Brad Mehldau

| 20:00 | Freiburg | E-Werk

Elektrisch und eklektisch

Pink Floyd, Herbie Hancock und Beethoven haben Nachwuchs bekommen. Oh doch! Und das Enfant terrible heißt Brad Mehldau und ist ein begnadeter Jazzpianist.

In den Straßen Straßburgs hört man munkeln, dieses Konzert sei DAS Ereignis des beginnenden neuen Jahres. Und wenn man sich mit der musikalischen Laufbahn Brad Mehldaus befasst, scheint diese Annahme durchaus berechtigt zu sein. Bereits im Alter von sechs Jahren lernt er Klavier, und mit 18 Jahren beherrscht er das Intrument so perfekt, dass er einen Kompositionslehrgang besucht. Seither widmet er sich – genährt durch sein wachsendes Interesse für rhythmische Klänge – intensiv dem Jazz. Zunächst mit einem Quartett, dann als Teil eines Trios, führen ihn seine Wege schließlich auch nach Europa, wo sein musikalischer Wagemut mit wachsender Begeisterung aufgenommen wird. Auch nachdem er sich einen Namen gemacht hat, zögert er nie, neue Wege einzuschlagen und beschäftigt sich zunehmend mit Musik aus dem Rock-Repertoire. Und auch auf die Gefahr hin, das Publikum zu irritieren, geht ihm das Experimentieren über alles. Und so widmet sich der Künstler, der Radiohead, Björk oder Nick Drake gecovert hat, nun ungeniert den Klassikern der Popkultur. Brad Mehldau lebt auf der Höhe der Zeit und passt sich dem digitalen Zeitalter an. Er komponiert regelmäßig Filmmusik, und sowohl auf dem Bildschirm, als auch in der Musik gefällt es ihm, wenn die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Ob allein am Piano, mit einem Akustik-Trio oder als Elektro-Duo (vor allem mit dem Schlagzeuger Mark Guiliana), immer sucht er die musikalische Konfrontation. Brad Mehldau ist ein Verfechter der Offenheit, sowohl in seiner eigenen Musik, als auch in seinen Hörgewohnheiten. Und er ist ein vielseitiger Musiker, dessen elektrische Interpretationen und Improvisationen man auf der Bühne erlebt haben sollte. (C.B.)

Schlagwörter : Brad Mehldau - Klavier
Kommentare (1)
Thomas Sedlmayr, am 01.02.15 14:49 :
Keine Blumen?
Vor vollbesetztem Auditorium im Straßburger Cité de la Musique hämmerte BM seine rhythmischen Cluster - kontrapunktisch und präzise wie gewohnt - in die Steinway-Tasten, nur seltener als früher von melodischen Motiven unterbrochen, wie bei einer dudelsackinspirierten Musette oder der Bob-Dylan-Adaptation Don'tthinktwiceit'salright. Don't play twice... das ist das Verlässliche an BM ... shift happens. Allerdings scheint BM eine Laus über die Leber gelaufen zu sein, es überwogen bei weitem die elegischen Stimmungen, BMs entrückt-gequälter Gesichtsausdruck ließ einmal mehr vermuten, dass er an Magenschmerzen litt. Er richtete kein Wort an das lechzende Publikum und spielte - trotz hartnäckig-frenetischen Beifalls inklusive eines kurzen Encore 10 Minuten kürzer als angekündigt. Ob ihn der knarzende Klavierhocker inkommodiert hat... oder blumenwerfende Fans? Oder hatte er zuvor zu reichlich Gänsestopfleber gekostet?
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