Praktisches

Strasbourg Méditerranée

30 November bis 14 Dezember 2013

Gelungene Verschmelzung

Gekonnt schlägt das Festival Strasbourg-Méditerranée eine Brücke zwischen westlichen und orientalischen Musiktraditionen.

Die Zeit ist reif für den Austausch: den von Gedanken und den zwischen Kulturen. Das Festival Strasbourg-Méditerranée erfüllt diese berechtigten Erwartungen und bringt Künstler, Schriftsteller, Akademiker und Personen des öffentlichen Lebens von beiden Seiten des Mittelmeers zusammen. Die Idee dahinter ist umso schöner, als sie Erfahrungen jeglicher Art ermöglicht und, besser noch, die Mischung der Kulturen fördert. Das Thema der neuen Ausgabe lautet Métissage(s), also so viel wie „Verschmelzung“, und wartet mit nicht weniger als 70 Veranstaltungen auf, darunter Konzerten, Shows, Filmvorführungen, Ausstellungen oder Begegnungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die jeweiligen Beiträge und die wechselseitige Bereicherung, die aus dem respektvollen Miteinander, der Vielfalt und natürlich der Besonderheit des jeweils anderen erwächst. Das wird Rachid Taha [Link zum Artikel], dessen Auftritt den Schlussakt des Festivals bildet, nicht bestreiten: er, der sich stets als Brückenbauer zwischen Völkern, Kulturen und Kontinenten gesehen hat. (E.A.)

Offizielle Website des Festivals

szeniks Auswahl
HK et les Déserteurs

30.11, Salle de la Bourse, Strasbourg, 20:30
Wenn sich Boris Vian, Georges Brassens, Louis Aragon, Jean Ferrat, Jacques Brel und Bernard Lavilliers in einem Café getroffen hätten, welchen Namen würde es tragen? Dem Sänger HK und Kind algerischer Einwanderer zufolge würde es das „Café des Déserteurs“ sein, nach einem Tipp von Lili Boniche. Bei einer Tasse Pfefferminztee oder einem Glas Wein hätten sie geplaudert und dabei der Chaâbi-Musik gelauscht. Ein einprägsames Bild, das vor unseren Augen Gestalt annimmt, wenn wir die leicht orientalisch klingenden Versionen beliebter Chanson-Klassiker wie „Le déserteur, „L’Auvergnat“ oder „La Chanson des Vieux Amant“ hören.
Biographie von HK et les Déserteurs und Ausschnitte

Amman Jetlag

4.12, Salle de la Bourse, Strasbourg, 20:30
Der Cellist Enil Eraslan ist ein Meister darin, Jazz mit zeitgenössischer Musik und Weltmusik verschmelzen zu lassen. Nicht weiter verwunderlich also, dass er mit seinen beiden Mitstreitern Christian Maes und Etienne Gruel ein Repertoire neu interpretiert, das von den musikalischen Traditionen Zentralasiens und Vorderasiens beeinflusst ist – so sehr scheinen ihm diese Welten vertraut zu sein. Die türkische Tänzerin und Choreografin Burcu Yilmaz bewegt sich zu den feinen musikalischen Schnörkeln des Cellos, des Akkordeons und der Perkussionsinstrumente. 
Website von Anil Eraslan

Dorsaf Hamdani

12.12., salle du Cercle, à Bischheim, 20:30
Wären die Sängerinnen Umm Kulthum, Fairuz und Asmahan Königinnen, so wäre Dorsaf Hamdani ihre rechtmäßige Kronprinzessin. Die tunesische Sängerin mit der wunderbaren Stimme greift Klassiker ihrer drei Vorgängerinnen auf und steht dabei ganz in der Tradition eines gefühlvollen, aber beherzten Gesanges, der sinnlich und doch schneidend ist; in Zeiten, in denen die Frauen ihren eigenen Kampf führen, schwingt in jeder Interpretation ein Appell an die Emanzipation, die Erfindungsgabe und künstlerische Freiheit mit.
[Vidéo] Dorsaf Hamdani live

Aynur Dogan

5.12, Cité de la musique et de la danse, Strasbourg, à 20h30
Achtung, es wird sinnlich! Die kurdische Sängerin Aynur Dogan genießt in ihrer Heimat Ikonenstatus und lässt sich von traditionellen Einflüssen inspirieren, um musikalische Diamanten zu schleifen, die sowohl das männliche als auch das weibliche Geschlecht verzaubern. Sich selbst auf der Langhalslaute Saz begleitend, bewegt sie sich katzengleich über die Bühne und löst beim Publikum wohlige Empfindungen aus, die sich im ganzen Körper ausbreiten. Ihre Musik mag wehmütig klingen, aber sie nimmt vor unseren Augen auf betörende Weise Gestalt an. 
Offizielle Website von Aynur Dogan

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