Politik im Freien Theater

13 bis 23 November 2014
Theater Freiburg, E-Werk, Theater im Marienbad

Brandaktuell

Das Theaterfestival in Freiburg nimmt sich kontroverser Themen an – von der Stadtentwicklung bis hin zum Schönheitswahn.

Politik im Freien Theater? Für die einen eine Selbstverständlichkeit, für die anderen ein Relikt aus den 70ern. Wie brandaktuell und spannend sich Ensembles mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen, zeigt das opulente Programm des 9. Festivals Politik im Freien Theater, das erstmals in Freiburg stattfindet. „Freiheit“ lautet das diesjährige Festivalmotto, zu dem eine achtköpfige Jury aus 250 Produktionen schließlich 15 Gastspiele von Bühnenkoryphäen und Newcomern wählte.

Foto: Esso Häuser Echo - Ein Nachruf © Rasande Tyskar

szeniks Auswahl
Esso Häuser Echo – Ein Nachruf

13.11,18:30, Theatervorplatz + 14.11, 21:00, E-Werk
Gentrifizierung ist ein Thema, das in Freiburg ebenso aktuell ist, wie in Hamburg. Daher sorgt die Performance von Sylvia Kretzschmar, die den Abriss der sogenannten Esso-Häuser und die Vertreibung alteingesessener Bewohner in Hamburg kritisiert, auch in anderen Städten für Aufsehen. Mit Megaphonen bewaffnet verkörpern zehn Performerinnen den politischen Widerstand gegen diese Stadtentwicklungspolitik. (Foto © Rasande Tyskar)
Rezension von nachtkritik.de

More than naked

21.11, 21:30 + 22.11, 21:30, Theater Freiburg
Was ist eigentlich das Körperverständnis in Zeiten von Schönheitswahn und Selbstoptimierung? Zwanzig nackte Tänzer wollen es herausfinden und lassen ihre Körper wabbeln, zittern und tanzen. Zur elektrischen und poppigen Musik der DJane Doris Uhlich zeigen sie den menschlichen Körper in seiner Vergänglichkeit und Imperfektion. Eine Performance, die nicht nur das Fleisch, sondern auch die gesellschaftlichen Konventionen, die es regulieren, in Bewegung bringen will. (Foto © Andrea Salzmann)
Homepage von Doris Uhlich
Begeisterte Kritik der Performance

Unsere Geheimnisse

19.11 + 20.11, 20:00, Theater Freiburg
Was passiert, wenn sich innere und äußere Unfreiheit verquicken? Dieser Frage geht Belá Pintérs musikalisches Drama nach, das in einem Tanzhaus in Budapest zur Zeit des Eisernen Vorhangs spielt. Der Volksliedforscher, der sich in dem Tanzhaus engagiert, hat sich verliebt – und zwar in ein siebenjähriges Mädchen. Das Geheimnis des Pädophilen kommt der Geheimpolizei zu Ohren und die nutzt die Information zu ihrem Vorteil. (Foto © Zsolt Puskel)
Belá Pintér auf Wikipedia
Interview mit dem Theatermacher Belá Pintér

Ebenfalls auf szenik zu sehen

Unsere Videos und Infos zu
Sfumato von Rachid Ouramdane, am 13. und 14.11. im Theater Freiburg
Ceci n'est pas von Dries Verhoeven, vom 20. bis zum 27.11 vor dem Bertoldsbrunnen

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