Praktisches

Die Website des festivals
www.jazzdor.com

Informationen: +33 (0)3 88 36 30 48

Jazzdor

07 bis 21 November 2014
Strasbourg & Bas-Rhin

Der Jazz als eigenständige Persönlichkeit

Mit dem Jazzdor-Festival entwickelt sich der Jazz weiter und immer weiter, bleibt auch mal ganze Nächte lang weg, kurzum: Er macht sich unabhängig...

Das Jazzdor-Festival bietet dem Jazz die Möglichkeit, sich jedes Mal ein bisschen mehr als ein Musikgenre zu behaupten, das vital ist. Vital, weil er immer noch alles andere dominiert, einschließlich was seine Erweiterungen im Soul, Funk, Rhythm and Blues oder sogar im Rock und in seinen elektronischen Varianten betrifft. Vital, weil er ständig neue Wege erforscht. Vital, weil er sich durch den Kontakt mit Musik aus der ganzen Welt erneuert. Vital, weil ein jeder darin etwas findet, das ihn tief im Innern berührt. Vital, weil er ein Eigenleben führt, frei von jeglichen Zwängen, mit uns oder emanzipiert, in einem fruchtbaren Austausch. Beim Jazzdor können wir genau diesen Jazz erleben: klug und edel, jung und verschmitzt, traditionell und modern; Jazz in seiner reinsten Wesensform, der aber zu unserem größten Vergnügen auch auf andere Wurzeln trifft – dieses Jahr in einer Veranstaltung, die dem verstorbenen französischen Sänger und Schauspieler Alain Bashung gewidmet ist. 
Bekanntermaßen hatte der großartige Künstler den Jazz im Blut – auch wenn er eher rockige Vorlieben erkennen ließ, die vom Programm der deutschen Radiosender herrührten, die er in den 60er Jahren hörte. Seine Haltung war auf jeden Fall die eines Jazzers, das heißt elegant und subversiv. Ihn in die Nähe von Chet Baker, John Coltrane oder Miles Davis zu rücken, ist nicht nur ein kühnes Unterfangen, sondern eine wunderbare und in vielerlei Hinsicht bewegende Idee, da sie neue Verbindungen herstellt, neue Wege ebnet und dabei unsere fest verankerten Gewissheiten auf die Probe stellt. Auch dazu dient der Jazz, oder? War das Stichwort nicht „vital“? (E.A.)

Foto : Laisse venir © Michel Nicolas

Weitere Informationen
- Die Homepage des Festivals

Schlagwörter : Anil Eraslan
szeniks Auswahl
Emilie Lesbros / Darius Jones Quartet

11.11, 17h, Pôle Sud, Strasbourg
So wie Brigitte Fontaine, die sich zu Beginn der 70er Jahre mit dem Art Ensemble of Chicago für musikalische Experimente zusammentat, lässt sich die kleine quirlige Französin Émilie Lesbros, die letztes Jahr durch ein packendes Solo auf sich aufmerksam machte, auf das Darius Jones Quartet ein, um uns von der Geschichte des Jazz zu erzählen, seinen Afro-Wurzeln und seiner groovigen Weiterentwicklung.   
- Website von Darius Jones
- Website von Émilie Lesbros

Anil Eraslan

12.11, 18h, CEAAC, Strasbourg
Ob in der Formation Auditive Connection oder als Solokünstler: Der Cellist Anil Eraslan rührt uns durch seine Art des Brückenbaus – zwischen Tradition und Avantgarde, Orient und Okzident, aber auch zwischen der Musik und Bildern (nebenbei beschäftigt er sich mit Fotografie). Sein Projekt mit dem bedeutsamen Titel Absorb ist das Ergebnis einer Künstlerresidenz in Berlin, bei dem Bilder und Musik eine Wechselwirkung eingehen.  
Website von Anil Eraslan

Joëlle Léandre und Vincent Courtois

18.11, 20h30, Pôle Sud, Strasbourg
Vorsicht: Wenn die Virtuosität im Dienste aufsässiger Geister steht, sind Reibungen vorprogrammiert! Das Aufeinandertreffen dieser beiden Musiker erscheint unwirklich, so sehr brilliert jeder auf seinem Instrument, Joëlle Léandre am Kontrabass, Vincent Courtois am Cello. Am besten lässt man sich von der zerstörerischen Welle fortreißen, die sich aus der Vereinigung der beiden Talente bildet. 
Website von Joëlle Léandre 
Website von Vincent Courtois

Laisse venir – Auf den Spuren von Alain Bashung

19.11, 20h30, M.A.C. Bischwiller
Die Hommage einer Jazz-Formation an den großen Alain Bashung, in Anwesenheit seines Textdichters Jean Fauque. Ein Vergnügen, das man nicht missen sollte, und ein ganz erstaunliches Gemisch: Neun Musiker, ein Erzähler, ein Ton- und ein Lichttechniker erschaffen Bilder, die den dunklen, unbekannten und fast schon romantischen Teil dieser großartigen Persönlichkeit rekonstruieren.
[Vidéo] Der Clip zu La Nuit je mens

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